Zwischen Fitnessinteressierten und Extremsportlern bestehen gewaltige Unterschiede. Für Profis ist es keine Seltenheit, fünf oder sechs Mal die Woche zu trainieren. Für den Ottonormalverbraucher ist zwei bis drei Mal pro Woche schon fast zu viel. Doch: Wieviel Bewegung ist eigentlich gesund?
Ein genaues Maß gibt es für diese Frage nicht. Es sind vielmehr Richtlinien, die einem eine persönliche Hilfestellung geben. Denn Kondition, Muskelgewebe und der individuelle Lebensstil sehen bei jedem Menschen anders aus. Eine Empfehlung bezüglich der Bewegungshäufigkeit muss sich an diesen und weiteren Faktoren orientieren, wenn sie Gültigkeit beanspruchen will. Jemand, der in einem Büro arbeitet, hat andere Anforderungen als jemand, der sowieso den ganzen Tag in Bewegung ist (z.b. ein Landschaftsgärtner). Falls schon immer Sport betrieben wurde, ist der Körper auf größere Belastungen vorbereitet. Für Profis und Extremsportler gilt: Sie sind an hohe Belastungen gewöhnt und können dementsprechend mehr Sport machen als ein Hobbysportler.
Ganz besonders vorsichtig müssen Menschen sein, die niemals zuvor Sport getrieben haben und sich nun entschieden haben, ihren Lebensstil zum Besseren hin zu verändern. Sie sollten langsam und unter fachlicher Anleitung trainieren. Zweimaliges Schwimmen in der Woche reicht hier für den Anfang. Erst wenn das Muskelgewebe sich an die Belastungen gewöhnt hat, kann die Trainingshäufigkeit und Dauer erhöht werden. Eine ebenso große Vorsicht ist geboten, wenn jemand unter einer chronischen Krankheit leidet oder Probleme mit den Knochen und Gelenken hat. In diesen Fällen sollten Sie vorher mit einem Arzt sprechen, damit die regelmäßige Bewegung keine negativen Effekte nach sich zieht. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine halbe Stunde pro Tag: Ein Spaziergang, ein wenig frische Luft – und schon fühlt man sich gut. Dass Bewegung die verschiedensten positiven Effekte auf unseren Körper und unsere Psyche hat, ist mittlerweile längst bekannt und bewiesen. Dennoch: Bewegung muss nicht zwangsweise die Grenzen der eigenen Leistungsfähgkeit neu bestimmen.